Hochleistung und Menschlichkeit

In seinem Buch „Hochleistung und Menschlichkeit“ schreib der Unternehmer, Führungskräftetrainer und Inhaber der Friseurkettte „Ryf“ Frank Breckwoldt darüber, wie das Führungsteam seines Unternehmens mit einer einfachen Verschiebung des Fokus eine deutliche Steigerung des Umsatzes und auch der Mitarbeiterzufriedenheit einherging. Man hatte sich jahrelang nur um die „Problemläden“ gekümmert und auf deren Schwächen „rumgearbeitet“, um sie irgendwie zu optimieren. Der Schwenk der Aufmerksamkeit hin zu den „Highperformern“ sorgte bei denen dafür, dass sie noch besser und motivierter arbeiteten, während die „Problemläden“ durch die fehlende Aufmerksamkeit nicht schlechter performten.

Kein Optimierungswahn

Diese nachgewiesene Methode bewirkte bei mir etwas Nachdenklichkeit, denn ich versuche i.d.R. möglichst immer „alle mitzunehmen“. Auch wenn das manchmal nur so semi-gut funktioniert, werde ich wohl daran festhalten. Schon häufig habe ich beispielsweise erleben dürfen, dass für manche Auszubildende die Zeit erst reif sein muss, bis „der Knoten platzt“. Das Lesen dieses Buches hat mir jedoch zumindest die Erkenntnis gebracht, dass es offenbar nur wenig sinnvoll ist, Mitarbeitende ohne ihr Zutun „optimieren“ zu wollen. Wenn manche Teammitglieder halt schlicht ihren Job erledigen und nicht unbedingt Höchstleitungen vollbringen möchten, dann ist das zu akzeptieren, solange sie die vertraglich vereinbarte Leistung erbringen.

Highperformer mit Flügeln

Die zweite Erkenntnis, nach der Highperformer sich noch besser entwickeln, wenn man ihnen Aufmerksamkeit schenkt und sie bei ihrer Weiterentwicklung unterstützt, darf ich seit vielen Jahren selbst erleben. Derart geförderte KollegInnen bekommen nahezu Flügel, wenn man Ihnen mit Vertrauen und Offenheit begegnet sowie ihnen die Möglichkeit gibt, Verantwortung zu übernehmen.

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