Vor ein paar Wochen nahm ich an einem Seminar zum Thema „Resilienz“ teil und möchte meine Erlebnisse gern teilen.
Resilienz – was ist damit gemeint?
Vielleicht kennt der eine oder die andere den Ausspruch „hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen“. Das war der Leitsatz, den mir meine Mutter wie keine andere vorgelebt hat und den ich verinnerlicht habe. Im Prinzip stellt das den Grundsatz der Resilienz dar: Krisen, die im Leben immer wieder vorkommen und die jeder anders wahrnimmt, so zu begegnen, dass sie einen nicht umhauen, sondern man eine gewisse Widerstandsfähigkeit dagegen entwickelt. So wie ein Ball, der sich beim Auftreffen auf den Boden verformt und nach dem Abprallen wieder in seine ursprüngliche Form zurück kehrt.
Trotzdem oder vielleicht gerade weil ich meines Erachtens eine gewisse Robustheit aufweise und sowohl privat als auch beruflich bereits einige Krisen überwunden habe, entschied ich mich für das 2 tägige Seminar von Sonja Albrech in Hamburg.
Sonja kenne ich bereits aus dem Mindful Leadership Seminar von vor einigen Jahren und da ich auch damals viel für meine Mitarbeitenden und für mich mitnehmen konnte, interessierte mich, was ihr zu diesem wichtigen Thema eingefallen ist.
Keine Zeit für Resilienz

Als der Termin näher rückte und Sonja mich fragte, ob ich mich denn schon freue, wusste ich keine richtige Antwort, denn ich erlebte gerade beruflich eine sehr intensive Phase und hatte eigentlich so überhaupt keine Zeit und vor allem keinen Kopf für das Training. Dann noch die lange Fahrt von der schwäbischen Alb nach Hamburg sowie zwei „verlorene“ Tage, die es dann auch irgendwie wieder aufzuholen galt – also „Hamsterrad Galore“. Ich hatte mich jedoch Monate zuvor angemeldet, also los!
Ohne auf die Einzelheiten der beiden Tage tiefer einzugehen, kann ich sagen: Es hat sich mal wieder gelohnt! Natürlich war das Seminar wieder bestens vorbereitet, wie ich es von Sonja kenne und der Teilnehmerkreis war sehr überschaubar, worauf sie bei ihren Trainings achtet, damit eine persönliche Atmosphäre entstehen kann. Dadurch gibt es kein Posing und die Teilnehmenden werden in die Lage versetzt, ihre Erfahrungen offen und ehrlich zu teilen.
HRV als Gradmesser
Was mich dazu bewogen hat, diesen kleinen Beitrag zu schreiben, ist schlicht die Wirksamkeit des Seminars selbst. Davon abgesehen, dass man ungemein viel Input mitnimmt und dass sich Sonja auch nach dem Seminar um die Teilnehmenden kümmert, gibt es ganz klare Anzeichen, dass die beiden Tage neben allem Input und anstrengender Offenheit einen nicht zu erwartenden Effekt erzielten.
In einer App, die meine Herzratenvariabilität (HRV) darstellt und die mir in den Tagen und Wochen vor dem Seminar signalisierte, dass ich ganz ordentlich am Limit laufe, zeigte sich am Abend des zweiten Tages ein sehr ungewohntes Bild, das ich gern teilen möchte.
Ich lasse das Bild einfach mal unkommentiert wirken, wünsche euch alles Gute und passt auf euch auf!
