Jeden Tag Meditieren, Yoga praktizieren, etwas Lernen und Sport treiben…
…das wäre so meine Idee von einer Routine, die mir bis ins Alter körperliche und geistige Flexibilität bescheren könnte. Das ist schon länger mein Gedanke. Wenn…ja wenn da nicht der innere Schweinehund wäre, der immer wieder bei dem einen oder anderen Vorsatz dazwischen kommen würde.
Einiges von den genannten Dinge funktioniert schon ganz wunderbar – jeden morgen stehe ich, wie hier beschrieben, gegen 06:00 Uhr auf, meditiere eine halbe Stunde (länger schaffe ich es nicht, weil mir die Füße einschlafen :D) und gehe danach die Übungen von Katze über Kuh und Kobra bis zum Hund durch (Yoga hat anscheinend ne Menge mit Tieren zu tun). Check. Das funktioniert…meistens.
Aber was ist mit den anderen Dingen? Jeden Tag eine halbe Stunde Sport treiben oder wenigstens eine Stunde etwas flotter spazieren gehen…das sollte doch drin sein. Und doch vergehen allzu viele Tage, an denen ich geistig so platt bin, dass auch der Körper folgt und auf dem Sofa landet.
Wie schaut es mit dem täglichen Lernen aus? Nun, wenn man das Schauen von Youtube-Videos über Themen wie Lockpicking, Holzbearbeitung und Robotik als Lernen bezeichnen kann, dann tue ich das sicher sehr regelmässig. Oft dient es jedoch auch nur der Unterhaltung und ich würde mir wünschen, der Stapel der ungelesenen Bücher würde schneller abnehmen.
Die Idee
Inspiriert durch den „Every Day Calendar“ von Simone Giertz, der ihr wohl geholfen hat, täglich zu meditieren sowie einer Visualisierung von Karina Stolz zum Thema „Jede Woche ein Buch lesen“ und basierend auf einem Youtube-Video von Patrick Stefanski habe ich meinen eigenen kleinen „Daily Habits Check“ gebaut. Ein paar Reste aus vergangenen Bastelprojekten und 28 Schalter hielten dafür her und nun prangt das Teil gut sichtbar für alle im Wohnzimmer.
Was hat es damit auf sich?
Nun, die vier oben genannten Tätigkeiten (Meditieren, Yoga, Lernen und Sport) werden täglich durch einen Schalter symbolisiert, der den aktivierten Zustand mit einer kleinen gelben LED anzeigt. Um das Teilchen nicht unnötig gross und durch die Anzahl der Schalter auch teuer werden zu lassen, habe ich es auf eine Woche begrenzt. Immer wenn ich eine „Daily Routine“ absolviert habe, belohne ich mich mit dem Einschalten einer LED. Ziel ist es natürlich, dass am Ende einer Woche alle Lampen leuchten. Dann startet man wieder von vorn.
Und das funktioniert?
Nun, wenn man der Wissenschaft glauben möchte, schüttet der Körper als Teil des Belohnungssystems das Glückshormon Dopamin aus. Das passiert unter anderem beim erfolgreichen Absolvieren einer Aufgabe. Das Zeichen für die Erledigung ist der umgelegte Schalter und damit die leuchtende LED. Diese Art Belohnung steigert wiederum die Motivation für weitere Belohnungen, was wiederum zur Folge hat, dass man die Routinen beibehält. Soweit die Theorie! In der Praxis merke ich schon, dass mich die nicht-umgelegten Schalter triggern, wenn ich mal wieder etwas herum-prokratiniere. Meist bekomme ich dann die Kurve und bewege mich etwas, hole meine Yoga-Übungen nach oder setze mich eine halbe Stunde zum Lesen hin.
Ist das nicht Selbst-Optimierungdrang?
Das kann gut sein. Ich denke jedoch, dass es nichts Schlimmes daran gibt, täglich mindestens 2 der verfügbaren 24 Stunden für Bewegung, Meditation oder Lernen zu verwenden. Manche schaffen das ohne solche Hilfsmittel – ich versuche es nun mit meinem „Daily Habits Check“ 🙂
Welche Methoden hast du gefunden, um tägliche Routinen in deinem Leben zu etablieren? Schreib mir gern!